M'Hamid

Treffen sich zwei Dromedare

Wüstenlandschaft - soweit das Auge reicht. Noch während wir uns für die Reise nach Marokko entschieden haben, plärrte ich voller Enthusiasmus, dass wir damit unbedingt einen Trip in die Wüste verbinden sollten. Unsere Entscheidung ist auf M'Hamid gefallen, eine kleine Oasenstadt mit etwa 7.500 Einwohnern. 

WAS DARF ICH NICHT VERPASSEN?

Wir buchten eine zweitägige Tour samt Übernachtung in der Wüste. Wir wollten das volle Programm - nicht nur einen kurzen Tagestrip. Entschieden haben wir uns für Kasbah Sahara Services. Wir hatten das große Glück und waren auf diesem Trip die einzigen zwei Touristen. Nur wenige Tage vor uns war das Lager bis zum letzten Zelt mit einer österreichischen Rentnerreisegruppe gefüllt - wäre bestimmt auch eine Erfahrung wert gewesen. Oder auch nicht. Mit einem 4x4 wurden wir vom Hotel (von Kasbah Sahara Services organisiert) abgeholt und in die Wüste gefahren. Auf dem etwa zweistündigen Weg entfernten wir uns von der Zivilisation und wurden stattdessen von Dromedaren und Ziegen begrüßt. Im Lager angekommen, bezogen wir unser Beduinenzelt. Mitten in der Wüsten.

 

Nach einer kurzen Pause (Beifahrer sein kostet schließlich viel Kraft) kamen auch schon unsere zwei Dromedare angetrabt: Ahuata, bestimmt für Jakob, Aniq für mich. Nach einem etwas holprigen Start haben wir uns schnell aneinander gewöhnt. Und ritten gen Sonnenuntergang. Zwischendurch haben wir uns ein paar Mal vom Dromedar geschwungen, um die Wüste in ihrer unberührten Schönheit in Ruhe genießen zu können. Nach guten zwei Stunden und schon deutlich spürbarem Muskelkater ging es zurück zu den Zelten.

Den Abend ließen wir am Lagerfeuer ausklingen. Hört sich kitschig an, war auch der Fall. Aber wunderschön kitschig. 

Am nächsten Morgen ging es noch vor dem Frühstück auf eine naheliegende Düne, um den Sonnenaufgang genießen zu können. LET ME TELL YOU - wie im Bilderbuch, atemberaubend. Ein Blick, den man nicht mehr vergisst.

WAS GIBT ES ZU ESSEN?

Vor Ort gibt es ein kleines Team, das sich um das Wohlergehen der Gäste kümmert. Da wir nur zu weit waren, bekamen wir die gesamte Portion Aufmerksamkeit geschenkt, und damit auch gigantische Portionen Essen. Landestypische Tajine bis zum umkippen, literweise Minztee und Tonnen Orangen. Aber alles so lecker und liebevoll zubereitet.

WO KANN ICH SCHLAFEN?

Die Beduinenzelte (10 an der Zahl, können bis zu 40 Menschen beherbergen) wurden direkt am Fuße der Dünen errichtet, man befindet sich wortwörtlich irgendwo im nirgendwo. Die Zelte sind mit bequemen Betten und Läufern ausgestattet, Komfort ist den Umständen entsprechend auf jeden Fall gewährleistet. Und keine Sorge, man braucht keine Angst vor nächtlichen Attacken von Spinnen (Jakob) oder Schlangen (ich) zu haben. Die Zelte sind rundum abgesichert, damit auch ja kein Getier zu Besuch kommt.

 



WO BIN ICH EIGENTLICH?

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