Hamburg

Die wohl schönste Perle

Hamburg war für zwei Jahre mein Heimathafen, meine Perle, mein zu Hause. Eine Eingewöhnungsphase haben wir nicht gebraucht, wir waren uns von Beginn an sympathisch. Und das will was heißen, da ich für Hamburg mein geliebtes München verlassen habe. Aus beruflichen Gründen zog es mich in den Norden – und ich hatte Lust. Lust auf eine neue Herausforderung, auf neue Entdeckungen und auf neue Menschen. Und was kann ich sagen – Hamburg ist toll. Und wunderschön. Und spannend und komplex. Daher fällt es mir nicht leicht, nur eine Auswahl an Restaurants, Museen und Sehenswürdigkeiten aufzulisten – weil es einfach zu viele gibt. Versucht habe ich es trotzdem.

Die dominierenden Farben in Hamburg: Weiß, Blau, Grau.
Die dominierenden Farben in Hamburg: Weiß, Blau, Grau.
"Blick" auf die Außenalster
"Blick" auf die Außenalster

Sonnenuntergänge und die Außenalster = Dreamteam
Sonnenuntergänge und die Außenalster = Dreamteam

WAS DARF ICH NICHT VERPASSEN?

Stadtrundgang

Es gibt zahlreiche Ecken Hamburgs zu entdecken. Was ihr unbedingt auf eurem Stadtrundgang mitnehmen solltet: Hafencity (inklusive Hafenrundfahrt mit der Fähre Nummer 62 nach Finkenwerder), Schanzenviertel (auch „Szeneviertel“ genannt, obwohl ich solche Begriffe immer schwierig finde), Planten un Bloomen (idyllischer Park, mitten in der Stadt), Elphi (auch wenn es nur auf die Aussichtsplattform geht), alter Elbtunnel (architektonisches Meisterwerk) und Café Entenwerder (auf dem Wasser sitzend Kaffee trinken und Franzbrötchen essen.)

 

Binnen- und Außenalster

Was gibt es schöneres, als endlose Weiten von Wasser in der Stadt vorzufinden? Für mich? Nur wenig. Ob eine Boots- oder Paddeltour, ein Spaziergang, eine Joggingrunde - die Alster bietet für jeden etwas. Einen besonders tollen Blick auf die Alster, die Stadt und den Sonnenuntergang hat man von der Dachterrasse der Campari Lounge im George Hotel. Wenn man es mal ganz romantisch mag.

 

Kino Abaton

Wer keine Lust auf Riesenkino und Blockbuster hat, der wird seine Freude am Abaton haben. Das kleine Kino im Hamburger Stadtteil Rotherbaum zeigt neben ausgewählten, aktuellen Filmen auch Dokumentationen, Filmklassiker und thematische Reihen. Weiteres Plus: Häufig sind Autoren, Regisseure und Darsteller zu Gast im Abaton. Danach noch auf einen Abstecher in die Pony Bar (wer es studentisch mag) oder ins Neumanns Bistro (wer es gediegen mag).

 

Deichtorhallen

Wenn es in Hamburg mal wieder regnet (das ist leider kein Vorurteil, in Hamburg regnet es leider sehr, sehr häufig), ist mein erster Gedanke: „Da geh ich doch direkt in die Deichtorhallen.“ Die Deichtorhallen zeigen zeitgenössische Kunst und Fotografie und sind mit ihren drei Häusern (Haus der Photographie, Halle für aktuelle Kunst und die Sammlung Falckenberg) eines der größten Ausstellungshäuser in Europa. Nicht nur die Ausstellungen, sondern auch die Architektur aus Glas und Stahl im Haus der Photographie sind spektakulär.

 

Pal

Freunde der Elektromusik, hier seid ihr richtig. Am Fuße des Fernsehturms findet man eine exzellente Künstlerauswahl aus House und Techno, gute vibes und lange Nächte.

 

Dove Elbe

Hat man Zeit und Muse für einen kleinen Fahrradausflug, dann sollte das Ziel die Dove Elbe sein. Die Dove Elbe, ein Nebenarm der Elbe, liegt in Hamburgs Osten und ist mit dem Fahrrad in einer guten Stunde zu erreichen. Angekommen kann man sich mit einem Sprung ins Wasser abkühlen (von zahlreichen Holzstegen, die wunderschön ins Wasser ragen), kann Regattafahrern beim Rudern beobachten oder kann sich wichtigen Dingen wie Grillen, Picknicken oder einem Nickerchen in der Sonne widmen.

Uebel & Gefährlich
Uebel & Gefährlich
Das Chilehaus
Das Chilehaus
Bahnstation Dammtor
Bahnstation Dammtor

Moody Rathaus
Moody Rathaus

WAS GIBT ES ZU ESSEN?

Standard

Das Standard habe ich relativ spät entdeckt – und das auch nur auf Empfehlung einer Freundin. Das Konzept: Stuzzichini (ganz ungehobelt auch „Snacks“ genannt) gibt es nicht auf Bestellung, sondern in regelmäßigen Abständen zu den Drinks. Die täglich wechselnde Auswahl an Stuzzichini überrascht mit besonderen Kreationen aus saisonalen Lebensmitteln. Tipp: Je früher man da ist (isst), umso besser. So kommt man in den ultimativen (maximalen) Stuzzichini-Genuss.

 

Jill

Eine Pizzeria MUSSTE einfach in meine Hamburg Favoriten. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen (Props an das HEAT, ÜberQuell und Eisenstein), letztendlich jedoch war das in der Schanze gelegene Jill der Gewinner. Hier gibt es Pizza auf neapolitanische Art. Dafür muss der Pizzateig drei Tage lang gären. Danach, ganz wichtig, wird die belegte Pizza nicht sonst für neun Minuten in den Ofen geschoben, sondern wird nur eine Minute (!) bei bis zu 480 Grad gebacken. Eine völlig neue Pizzaerfahrung, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

 

Ono

Wer mal richtig Lust hat auf gutes Sushi, der ist hier richtig. Im Ono serviert Steffen Henssler höchstpersönlich (na ja, nicht immer) asiatische Sushikreationen und andere Überraschungen. Nach dem Essen ein kleiner Spaziergang durch Eppendorf und der Abend ist gebongt!

 

XeÔm

Nachdem wir jetzt schon zwei Italiener und einen Japaner hatten, fehlt noch eine Station: ein Vietnamese. Dabei fällt die Wahl auf das XeÔm. Immer gut besucht und immer leckere Pho.


Ein Besuch lohnt sich: die Aussichtsplattform der Elphi
Ein Besuch lohnt sich: die Aussichtsplattform der Elphi

Weinladen St. Pauli

Im Weinladen St. Pauli habe ich schon viele, viele schöne Abende verbracht. Wer entspannt zusammen sitzen, Wein süffeln und Häppchen verzehren will, der ist hier richtig. Einfach von der netten Bedienung bezüglich Weinauswahl beraten lassen, eine Käseplatte bestellen und die nächsten Stunden genießen. Ultimativer Tipp: Unbedingt mal an einem Weintasting im Weinladen St. Pauli teilnehmen. Sehr lehrreich, sehr entspannt, sehr schmackhaft.

 

Krug

Direkt neben dem Weinladen St. Pauli befindet sich das Restaurant Krug. Das kleine Lokal hat sich auf großartige Weine und feine Gerichte fokussiert. Die Karte wechselt mehrmals in der Woche. Zur Wahl stehen drei Vorspeisen, drei Hauptspeisen und ein Dessert. Alles meist so vorzüglich, dass man sich gar nicht entscheiden kann.

 

Public Coffee Roasters

Ich sag nur eins: Bester. Karottenkuchen. Der. Welt. (oder zumindest in Hamburg.) Nebenbei kann man in den Cafés der Public Coffee Roasters Kette nett sitzen, aber eigentlich geht es nur um den Karottenkuchen. Glaubt mir, unbedingt probieren.

WO KANN ICH SCHLAFEN?

Bevor ich nach Hamburg gezogen bin (Rotherbaum, beste Hood!), habe ich schon einige Nächte in Hamburger Hotels verbringen dürfen. Ungeschlagener Favorit:

 

Henri Hotel Hamburg Downtown

 

Das Henri Hotel befindet sich mitten in der Altstadt (immer gut) und bietet eine gelungene Mischung aus Vintage (aber nicht altbacken), Hipster (aber nicht unangenehm) und Minimalismus (aber nicht zu clean). Unbedingt das Frühstück dazu buchen, um den Aufenthalt abzurunden.


Ziel: an einem der unzähligen Cafés an der Außenalster die Sonne genießen
Ziel: an einem der unzähligen Cafés an der Außenalster die Sonne genießen

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