Donostia-San Sebastián

Kleine Wellen, große Liebe

Oh San Sebastián – welch Überraschung diese Stadt für uns war. Ursprünglich sollte Bilbao im Fokus unserer Reise mit dem Van (#VANLIFE) stehen. Donostia-San Sebastián war eine von drei Stationen, die wir kennenlernen wollten. Allerdings hat uns die Stadt so umgehauen, dass wir viel länger geblieben sind als antizipiert. Warum und weshalb, erfahrt ihr hier.

Blick vom Monte Urgull
Blick vom Monte Urgull

WAS DARF ICH NICHT VERPASSEN?

Donostia-San Sebastián ist bekannt für die drei wunderschönen Stadtstrände (Playa de la Concha, Playa de Ondarreta und Playa de La Zurriola) und die innovative Gastronomieszene. Zwei Faktoren, die mich sofort überzeugen und glücklich stimmen. Ansonsten ist die Stadt so charmant, so verwinkelt, so herzlich, dass man sich einfach treiben lassen und genießen sollte.

 

Playa de la Concha

Neben der Altstadt, die ihr während der Pintxos -Tour kennenlernen werdet, müsst ihr unbedingt einen der drei Strände besuchen. Mein Favorit: Playa de la Concha. Der Strand liegt mitten in der Stadt, bietet einen atemberaubenden Blick auf die Berge und erinnert ein wenig an Rio de Janeiro (noch nie da gewesen, so stelle ich es mir aber vor...). Laut traveller’s choice ist Playa de la Concha der schönste Strand Europas (!!!!!). Weltweit belegt der Strand Platz vier. Was soll ich sagen, vollkommen zu Recht! (Nicht, dass ich alle Strände kennen würde, aber trotzdem.)

 

Monte Urgull

Nächster Ausflugspunkt: Monte Urgull. Der Berg prägt das Stadtbild und der kurze Aufstieg lohnt sich allemal. Hat man den Gipfel erreicht, begrüßt einen eine 12,5 Meter hohe Christus-Statue (und wieder: Rio de Janeiro). Besonders empfehlenswert zum Sonnenuntergang. Oder für die ganz Harten: zum Sonnenaufgang.

Angekommen am höchsten Punkt der Jakobswegetappe!
Angekommen am höchsten Punkt der Jakobswegetappe!
Atemberaubende Landschaft auf dem Jakobsweg
Atemberaubende Landschaft auf dem Jakobsweg

WAS GIBT ES ZU ESSEN?

Pintxos, Pintxos, Pintxos. Ähnlich wie Tapas werden Pintxos auf einem kleinen Stück Brot serviert und bilden das Rückgrat der baskischen Esskultur. Das Fingerfood auf hohem gastronomischen Niveau besteht in der Regel aus den Zutaten Brot, Kartoffeln, Gemüse, Käse, Fisch oder Fleisch. Trotzdem sind der Fantasie der Gastronomen keine Grenzen gesetzt. Daher empfiehlt sich eine Pintxos –Tour durch die Altstadt. Ein bis zwei Pintxos, ein Glas Wein – und auf geht’s zur nächsten Bar, die mit regionalen Spezialitäten glänzt. Hier unsere Favoriten:

 

Sirimiri

Sirimiri hat sich auf extravagante und kreative Pintxos spezialisiert. Tintenfisch, Ceviche, Tatar – alle sehr zu empfehlen. Ein weiterer Bonus: Ergattert man den richtigen Platz, kann man in die offene Küche schauen und bei der Entstehung der kulinarischen Besonderheiten dabei sein.

 

Borda Berri

Bitte ein Mal „Bestes Risotto der Welt“ googeln. Dann solltet ihr bei Borda Berri landen (ist nicht der Fall, sollte aber so sein). Das kleine Restaurant ist hart umkämpft, die Bestellung wird einem nicht einfach gemacht. Aber glaubt mir, es lohnt sich. Das Risotto ist. ein. Traum. Cremig (aber nicht zu cremig) und geschmacksintensiv. UNBEDINGT PROBIEREN!

 

Atari GastrolekuIm

Im Atari haben wir unseren Abend ausklingen lassen. Inspiriert von den Bewohnern der Stadt haben wir uns Pintxos und Wein bestellt  - und uns auf die Stufen der Basílica de Santa María del Coro gesetzt.

 

Neben den Pintxos ist Donostia-San Sebastián für die Dichte der Sternerestaurants bekannt. Auf diesem Trip haben wir auf einen Besuch im Sternerestaurant verzichtet, da uns die vielen kleinen Lokalitäten so verzaubert haben. Beim nächsten Besuch!

Blick auf Donostia-San Sebastián
Blick auf Donostia-San Sebastián

KLEINER AUSFLUG ZUM JAKOBSWEG

Betrachtet man das Baskenland als großes Ganzes, wird einem auffallen, dass Irun ganz in der Nähe von Donostia-San Sebastián liegt. Und was bietet Irun? Richtig, die erste Station des Camino del norte, einer der Jakobswege. Da wir sowieso Lust auf wandern hatten und etwas von der wunderschönen Natur sehen wollten, bot sich ein Tagesausflug an. Also: Sachen gepackt (Wasser, Sonnencreme und ganz, ganz viele Snacks), zur Zugstation Gros gepilgert (hehe) und nach Irun gefahren. Nach etwa 30 Minuten sind wir an unserem (vorläufigen) Ziel und eigentlichem Startpunkt angekommen. Überrascht stellten wir fest, dass wir mitunter die einzigen Wanderer waren.

 

Erwartet habe ich einen Ansturm wanderlustiger Pilger, allerdings begegneten uns auf der gesamten Strecke maximal fünf mit Muscheln behangene Rucksäcke. Was für uns natürlich deutlich entspannter war. 26,1 km lagen vor uns, Bootsfahrt inklusive. Die Natur: überwältigend. Die Etappe führt streckenweise an der Küste entlang, lässt einen Wälder und Berge entdecken. Nach guten 6 Stunden Wanderungen waren wir platt - und glücklich. Denn uns empfing der großartige Blick auf Donostia-San Sebastián.

Kleine, aber feine Wellen
Kleine, aber feine Wellen
Blick auf das wunderschöne Somo
Blick auf das wunderschöne Somo

GROßES FINALE MIT KLEINEN WELLEN

Ein Vorteil, wenn man mit einem Van unterwegs ist: Man ist flexibel. So haben wir die letzten zwei Tage unseres Trips genutzt und spontan einen kleinen Surfausflug unternommen. Ziel war das kleine Dorf Somo. Da weder mein Freund noch ich jemals auf einem Surfbrett standen (Trockenübungen auf irgendwelchen Partys zählen nicht), war die Anmeldung in einer Surferschule unumgänglich. Entschieden haben wir uns für die Somo's Beach Surf School.

Zu unserem Glück bestand unser Gruppentraining nur aus drei Personen: meinem Freund, mir und dem Surflehrer. Privattraining also. So hatten wir zwei Stunden die Möglichkeit uns auszutoben, Fehler zu machen, vom Brett zu fallen, Wasser zu schlucken und am Ende dann tatsächlich auf dem Surfbrett zu stehen. Zwar nur auf sehr, sehr kleinen Wellen. Aber hey, jeder fängt mal klein an. Am nächsten Tag haben wir uns wieder in die (kleinen) Wellen gestürzt und versucht, so viel wie möglich vom Meer, dem Strand und der baskischen Sonne mitzunehmen.



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